8 Personen gehörten zur Delegation des CVJM Stederdorf und Umgebung e.V. (Christlicher Verein Junger Menschen), die vom 20. Mai – 25.Mai 2010 die weißrussischen YMCA-Partner in Woloshin und Gastkinder im Dorf Sakowczina besuchten. Im Rahmen des CVJM-Friedensnetzes engagiert sich der CVJM schon seit 1992 mit der Aktion „Ferien vom verstrahlten Alltag“ für Kinder aus einer durch die Tschernobyl-Katastrophe verstrahlten Region Weißrusslands.
Das sommerliche Wetter verwöhnte Gäste und Gastgeber, ließ die Landschaft mit frischem Grün und Blumenpracht fast mediteran erscheinen. Die „Gast-Familien“ aus Deutschland wurden in Sakowczina herzlich begrüßt und mit einem bunten Musik- und Sportprogramm überrascht. Die deutschen Gäste waren auch zu einer festlichen Ballett-Veranstaltung in der nach langer Renovierung wieder eröffneten Oper in Minsk eingeladen.
Die orthodoxe und teilweise auch römisch-katholische Kirche hat im Lebensalltag der Menschen an Bedeutung gewonnen. Die Gotteshäuser waren bei den Pfingstgottesdiensten überaus gut gefüllt.
Schließlich besuchte die deutsche Delegation im Dorf Dory eine eindrucksvolle Gedenkstätte für dort in einer Kirche durch deutsche Kriegseinwirkungen umgekommene Dorfbewohner, um Blumen niederzulegen und gemeinsam der Opfer beider Weltkriege zu gedenken. Mit Hilfe des deutschen CVJM ist in Dory eine neue orthodoxe Kirche als Geste der Versöhnung errichtet worden.

Der eigene Kartoffelacker, Gemüseanbau und private Viehhaltung sind in Belarus noch für einen Teil der Bevölkerung überlebenswichtig. Sehr wohl ist eine starke wirtschaftliche Entwicklung festzustellen, die über einen noch bevorstehenden langen und beschwerlichen Weg in die Demokratie und globale Wirtschaftswirklichkeit nicht hinwegtäuschen darf.
Vom 23.06. bis 03.07.2010 werden wieder belarussische Kinder vom CVJM Stederdorf erwartet. Gegenseitige Besuche, Gespräche, Ökumene und Partnerschaften machen Hoffnung für die Zukunft von Völkern, deren Vergangenheit von viel Leid geprägt ist.
He.kö Juni 2010